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Veranstaltungen

Do, 27. Januar, 19:30 – 21:00

Polen-Reihe: Einblicke in ein Nachbarland - 1000 Jahre polnische Geschichte

Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Werner Benecke, Lehrstuhlinhaber für Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas an der Europauniversität Viadrina/ Frankfurt-Oder. Der Botschafter der Republik Polen, Dr. Marek Prawda, hat freundlicherweise zugesagt, an diesem Abend ein Grußwort zu sprechen.
Leichtigkeit und Schwermut, Improvisationskunst und Freiheitsliebe, Chopin und Solidarność - für viele von uns ist Polen ein eher exotisches Land, von dem wir außer ein paar leeren Schlagworten wenig wissen. Dabei liegt Polen direkt vor unserer Haustür. Grund genug, dass Berlin sein Nachbarland Polen besser kennenlernt. Im Jahr 2011 ist Polen Partnerland der Internationalen Tourismusbörse Berlin, im Martin-Gropius-Bau wird die Ausstellung „Polen–Deutschland. 1000 Jahre“ gezeigt. Dazu wird das 20jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft Warschau-Berlin gefeiert. Auch das Centre Bagatelle in Berlin-Frohnau nimmt sich dieses Themas an. 2011 bietet es mit namhaften Autoren, Wissenschaftlern und Künstlern einen Zyklus an, der in jedem Monat mindestens eine besondere Veranstaltung vorsieht, wie Vorträge, Vernissagen, Konzerte oder Filme, die uns Land, Leben und Leute, Kunst, Geschichte und Gegenwart Polens näherbringen wollen.

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Polen war bis ins 18. Jahrhundert eine osteuropäische Großmacht, die dann unter Preußen, Österreich und Rußland aufgeteilt, bis zum Ende des 1. Weltkrieges von der politischen Landkarte verschwand. Trotzdem verstand sich Polen stets zuerst als Vormauer des Christenstums, dann als der Verteidiger der Ideale der französischen Revolution schließlich Bollwerk der europäischen Freiheit gegen kommunistische Hegemonialansprüche. Prof. Dr. Werner Benecke hat die Gerd-Bucerius-Stiftungsprofessur für Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas inne, die die ZEIT-Stiftung an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder ermöglicht. Der ausgewiesene Historiker für die Geschichte Polens und Russlands in ihren Bezügen zu Mitteleuropa hat sich über „Militär, Reform und Gesellschaft im Zarenreich“ habilitiert, seine Dissertation von 1999 über die „Ostgebiete der Zweiten Polnischen Republik“ gilt als Standardwerk. Prof. Benecke leitet den Masterstudiengang „Kultur und Geschichte Mittel- und Osteuropas“, der die gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Gegebenheiten Osteuropas interdisziplinär vermittelt und die kulturellen Transferbewegungen zwischen Mittel- und Osteuropa in Geschichte und Gegenwart untersucht. Mit seinen Lehrstuhl am „Collegium Polonicum“ im benachbarten Slubice hat er die wissenschaftliche Verbindung zwischen Polen und Deutschland verbessert und vertieft.


v.l.n.r.: Prof. Dr. Ulrich Kockelkorn, Julia Haußner, Botschafter der Republik Polen, Dr. Marek Prawda, Prof. Dr. Werner Benecke

Grußwort des polnischen Botschafters: Pdf.

Zuletzt geändert am 13.02.2011 17:11 Uhr